Das Ultental erstreckt sich auf dem südöstlichen Berghang Merans. Das Tal ist vom Rest des Burggrafenamts etwas isoliert. Da liegt es nahe, dass das Tal seinen Namen dieser Abgeschiedenheit verdankt: Ultental vom lateinischen „ultima vallis“ (letztes Tal).
Das Landschaftsbild mit seinen sonnigen Hügeln ist zweifellos beeindruckend. Eingebettet in Obst- und Weingärten, die sich mit Blumenfeldern abwechseln, ist diese Gegend der ideale Ort für Wanderungen und Ausflüge in direktem Kontakt mit der Natur.
Im Winter verwandelt sich das Tal in ein Paradies für Skifahrer und Wintersportbegeisterte. Das Ultental umfasst vier wunderschöne Ortschaften. Die größte Ortschaft des Tals ist St. Pankraz. Es liegt am Eingang des Ultentals auf 736 m über dem Meeresspiegel und hat außer den 1.600 Einwohnern auch sonst noch viel zu bieten. Darunter die schöne Pfarrkirche, das Sebastiankirchlein aus dem 14. Jahrhundert, die Ruine von Schloss Eschenlohe und vor allem das berühmte „Häusl am Stein“, das von einer Überschwemmung des Falschauer Bachs verschont wurde, da es auf einem riesigen Felsblock stand und immer noch steht. Wir empfehlen auch einen Besuch in der nahe gelegenen Fraktion St. Helena, wo sich eine faszinierende alte Kapelle befindet.
Etwas weiter im Tal sind die Dörfchen St. Walburg, St. Nikolaus und St. Gertraud, die alle der Gemeinde Ulten angehören. Die Dörfer genießen in klimatischer Hinsicht eine wahrhaft vorteilhafte Lage, da die gesamte Gegend vor den Nordwinden geschützt ist. Das Landschaftsbild ist geprägt von weiten Wäldern, künstlichen Seen und den umliegenden Bergen. Die Attraktionen im Tal sind zahlreich, angefangen beim bekannten Ultner Talmuseum in St. Nikolaus. Das Museum öffnete seine Tore nach langjährigen Arbeiten im Jahre 1973. Es gewährt einen hervorragenden Einblick in das bäuerliche Kulturgut, die Kunst und alten Traditionen des Tales. Im Museum sind Werkzeuge, Gebrauchsgegenstände, Möbel und Kleider der Bauern ausgestellt.
Abschließend empfehlen wir einen Besuch in den Pfarrkirchen von St. Nikolaus und St. Gertraud, und vergessen Sie in St. Gertraud nicht die Ultnern Urlärchen zu bewundern. Diese Lärchen sind über 2000 Jahre alt und sind als Weltnaturerbe nicht nur attraktiv für Touristen, sondern auch der Stolz der Einwohner.